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Hochzeit Indien #1 – Impressionen nach der Ankunft in Nordindien

Hier erzähle ich euch in einer umfangreichen Fotodokumentation von den beiden wunderschönen Hochzeiten, die ich in Indien fotografiert habe.
Ebenso lasse ich euch unter diesem Menüpunkt an allen weiteren Destination Shootings teilhaben.

In diesem Beitrag #1 gebe ich euch ein paar allgemeine Informationen, wer eigentlich wen heiratet und warum ich die Fotografin bin und ich gebe euch ein paar fotografische Eindrücke von der Stadt im Norden Indiens, in der die Familie wohnt und in der die Hochzeits-vorbereitungen und ein Teil der Hochzeiten stattfinden. Die Stadt oder das Städtchen mit geschätzten 50.000 Einwohnern liegt am Fuße des Himalajas, cirka 6 Stunden Zugfahrt nördlich von Delhi. Das kleine Städtchen ist überhaupt nicht touristisch und entsprechende Aufmerksamkeit bekam man von den Einwohnern. Ich wohnte privat mit anderen Gästen zusammen im Haus der Tante des Bräutigams und genoß 2 Wochen lang eine herausragende Gastfreundschaft und allerbeste nordindische Küche (Tante Sunita ist eine super Köchin!). Die Hochzeit fand im Monat Dezember statt, es war meist sonnig und die Temperaturen bewegten sich um die 20 Grad am Tage. Also perfekt.

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Tipp: In solchen Kleinstädten, in die es so gut wie nie Touristen verschlägt, sollte man – zumindest als Frau – privat übernachten.

Hintergrundinformationen:  Der indische Bräutigam, der in Deutschland studiert hat und den ich in Deutschand kennengelernt hatte, konnte mir kein Hotel empfehlen und organisierte mir den Aufenthalt bei seiner Tante. Sein Elternhaus war übervoll mit Hochzeitsgästen und seine Eltern eingespannt in die Vorbereitungen für 600 Gäste. Familie der Tante und Familie des Bräutigams lebten in einem guten mittelständischen Stadtteil in kurzer Entfernung zueinander.

Die Hochzeiten:

Ich habe eine Doppelhochzeit von 2 Brüdern fotografiert, die aber jede für sich gefeiert wurden – also nacheinander.

Jede der beiden Hochzeiten dauerte 3 Tage – die verschiedenen Zeremonien stelle ich euch mit Fotos vor. Also 6 Tage Hochzeit! Da lacht das Herz einer Vollblutfotografin wie mir. Dazu kommen 2 Tage zum Aussuchen und Kaufen der 3 Brautkleider der ersten Braut – für jeden Hochzeitstag eins. Bereits in Deutschland freute ich mich auf diese Hochzeitsreportage, doch all meine Vorstellungen und Erwartungen wurden so was von übertroffen! Diese Tage waren sooooooooo schön und sooooooo anstrengend zugleich……Lest dazu gern meine weiteren Beiträge.

Hochzeit 1:

Ein indischer Bräutigam und eine polnische Braut – beide hatten sich beim Studium in Deutschland kennengelernt und mich in Deutschland gebucht. Ich war die Hauptfotografin. Zusätzlich gab es noch ein indisches Filmteam, das auch einen Fotogafen mitbrachten. Dieser Fotograf war aber nicht gebucht sondern wurde vom Filmteam „umsonst mitgebracht“ und deshalb war er nicht immer dabei und musste mir außerdem immer den Vorrang, d.h. den besseren Platz beim Fotografieren, überlassen. Zwar wird die Hochzeit traditionell von den Brauteltern ausgerichtet, aber da die Braut aus Polen war, übernahmen die Eltern des Bräutigams diesen Part. Es waren ungefähr 100 Gäste -nur Verwandtschaft- eingeladen, was für eine indische Hochzeit sehr wenig ist. Außerdem waren keine Verwandten von der polnischen Braut anwesend. Allerdings flogen einige Studienfreude aus Deutschland, Polen und Japan mit uns zusammen aus Deutschland zur Hochzeit.

Da ich Hauptfotograf war, musste ich natürlich ALLES fotografieren. Meine Art der Fotografie unterscheidet sich aber stark von der des indischen Fotografs. Ich habe immer fotografiert wenn etwas geschieht (situation in action, candid shoots, der „entscheidende Augenblick“, also einfach Fotografie in Form von Reportagefotografie). Wenn ich die Situation „eingefangen“ hatte, machte der andere Fotograf seeeehr gestellte Aufnahmen, bei denen keiner mehr natürlich schaute.* Na gut, es gab ja noch den Videofilmer….

*Übrigens: Ein Grund warum mich das Brautpaar aus Deutschland mit nach Indien brachte. Der Bräutigam sagte, er hasse diese gestellte Art der Fotografie, die in Indien – zumindest im Hinterland – noch an der Tagesordnung ist.

hier einfügen Foto von Vivik gestelltes im Hotel

Hochzeit 2:

Ein indischer Bräutigam (der Bruder) und eine indische Braut – beide lebten in dem Ort ihrer Eltern und es waren ca. 600 Gäste eingeladen. Diese Hochzeit fand anschließend an Hochzeit 1 statt und war noch indischer als Hochzeit 1, da hier massenweise Freude, Nachbarn und Verwandte beider Partner eingeladen waren. Hier war ich nicht der Hauptfotograf, da dieser Seitens der Brauteltern gestellt werden musste. Trotzdem habe ich immer in erster Reihe fotografiert und manchmal auch nur ich, da der Hauptfotograf nicht bei allen Vorbereitungs-Zeremonien des Bräutigams dabei war.

Hier hatte ich als Fotograf die Kür – eine wunderbare Rolle, in der es mir möglich ist, alles zu fotografieren, was mir gefällt.


Hochzeit Indien #2 Kauf der Hochzeitskleidung

Hochzeit Indien #3 Ritual of Turmeric / Haldi ceremony

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Neuseeland, Auckland, Auckland-City #1

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Ich verbrachte einen Monat im Frühling 2014 in Auckland. Was hat Auckland zu bieten? Super Sommerwetter im März, sehr INTERNATIONALES und JUNGES Publikum – auffallend viele Asiaten -, den besten und günstigsten Suushi an jeder Ecke, sehr kreative Restaurants und Cafes in der ganzen Stadt (obwohl ich kein Kaffeetrinker bin, habe ich in Auckland öfter eine Ausnahme gemacht), eine Menge unheimlich guter Läden, viele Secondhandstores. Die ganz besonders hippen und stylischen Läden befinden sich in Ponsonby (Ponsonby Road). Negativ fiel mir auf, dass es leider viel zu viel Verkehr gibt. Ansonsten ist Auckland hipp, farbenfroh, jung, kreativ……

Alles Weitere überlasse ich meinen Fotos, denn ein Bild sagt bekanntlich mehr als Tausend Worte…..Mischt euch ins Menschengetümmel auf meinen Fotos und macht euch selbst ein Bild von dieser lebenswerten Stadt.

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mehr aus Auckland findet ihr in meinem nächsten Artikel

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Rio de Janeiro: Die Kamera verschwindet auf Handzeichen SOFORT in der Tasche!

Brasilien

Ich war – gemeinsam mit meinem Freund – 3 Wochen in Brasilien. Ein Highlight war unser Besuch bei seiner Tante, die bereits seit über 30 Jahren in einem Franziskaner-Kloster in Rio de Janeiro lebt. Wir übernachteten mehrere Nächte in diesem Kloster, begleiteten die Nonnen bei ihrer sozialen Arbeit in einem Altersheim und in einer Schule, sowie in einer Krippe und einem Kindergarten in einer wirklich gefährlichen Favela. Ich werde euch davon erzählen….Auch erfuhren wir viel vom Alltagsleben der Nonnen im brasilianischen Kloster des Franziskanerordens. Doch auch dazu später mehr.

Brasilien: Rio de Janeiro, Spaziergang durch die berüchtigte Favela Rocinha

Ich starte mein Reiseblog mit einigen Eindrücken über unseren „Besuch“ der Favela Rocinha in Rio de Janeiro. Rocinha liegt etwa einen Kilometer vom Strand entfernt auf einem steilen Berghang, von dem aus man einen phantastischen Blick hat auf die Stadt, das Meer, die wohlhabenden Stadtteile und Strände Copacabana und Ipanema und den Zuckerhut.

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Zu der Zeit als wir Rocinha  erlebten – es war im Jahre 2010 – war diese größte Favela Rios noch ein äußerst gefährliches und berüchtigtes Gebiet, das man „alleine“ nicht betreten sollte, wenn man „lebend wieder rauskommen wollte“. In dieser Favela waren die Nonnen des Franziskanerordens nicht sozial unterstützend tätig und somit dort nicht geduldet (wie in einer anderen kreuzgefährlichen Favela, in der sie u.a. die Kinder der Mafiosis in der Krippe und im Kindergarten betreuten. Dazu in einem separaten Artikel mehr).

Mein Freund und ich haben Rocinha im Rahmen einer nur für uns Beide privat geführte „Favela Tour“ (mit Mopeds und zu Fuß von zwei „einheimischen Jugendlichen“ durchgeführt) kennengelernt, um ein paar „offizielle“ Vorabinformationen und einen Einstieg in unsere späteren eigenen Erkundigungen zu bekommen.

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Eine Regel – eine Überlebensregel – wurde mir von unseren beiden einheimischen Guides vorab ans Herz gelegt: „Meine Kamera muss auf Handzeichen SOFORT tief und für niemanden als Kamera zu erkennen in meiner Tasche verschwinden.“ Ich muss sagen, dass die Kamera während der 3-stündigen Begehung wesentlich mehr in meiner Tasche war als draußen. Überall wurden öffentlich schwere Drogen verkauft. Die „Verkaufsstände“ wurden bewacht von Männern mit Maschinenpistolen, die sicher nicht mit sich spaßen ließen. Umschlagplätze, Plastiktüten voller Geldscheine, Verkäufer und Schlange stehende Einwohner konnte ich somit nur in meinem Gedächtnis festhalten.

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Wir genossen die schnelle Fahrt auf den Rücksitz eines Mopeds durch die engen Schlängelgassen der Favela Rocinha bis an deren Spitze. An der Spitze – wirklich in Top-Lage – wohnen die Mafiabosse. Von dort oben haben sie eine einzigartige Kontrollposition über die gesamte Favela und außerdem eine phantastische Sicht auf ganz Rio, auf die Strände und übers Meer bis auf den Zuckerhut.

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Brasilien, Rio de Janeiro, Favela Rocinha, Vogelperspektive von der Spitze aus

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Information:  Ein Jahr nach unserem Besuch wurde Rocinha von der Polizei gestürmt – Ende 2011 – und ist seitdem dauerhaft von der Polizeieinheit UPP besetzt. Mittlerweile wurde Rocinha als offizieller Stadtteil Rio de Janeiros anerkannt und die Besitzverhältnisse in den meisten Wohnhäusern wurden legalisiert. Umgangssprachlich wird der Name Favela noch weiterhin verwandt. In Rocinha leben heute zwischen 62.000 (letzte offizielle Zählung) und 250.000 Menschen (Schätzung der Bewohner).

Mehr fotografische Einblicke in die Favela Rocinha gibt es hier.

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Schöner als die Copacabana: Rios Künstlerviertel Santa Teresa

Copacabana – der zwischen Atlantik und den mit Favelas bevölkerten Granitfelsen liegende bekannteste Stadtteil Rio de Janeiros – ist wohl jedem ein Begriff. Und klar, besucht man Rio de Janeiro,  muss man natürlich auf jeden Fall auch diesen viele Kilometer langen Sandstrand Copacabana erleben. Logisch, dass ich also mehrmals am Strand von Copacabana lag – und auch am Strand von Ipanema -, im Meer bedane war, durch beide Viertel gebummelt bin und sie auf mich wirken lasen habe. Dazu später mehr – mit Bildern und Text…

Leben, Essen, Feiern und Genießen in Santa Teresa

Ich wohnte ja während meines Aufenthaltes in Rio de Janeiro  – spartanisch aber authentisch und erlebnisreich – zusammen mit den Nonnen im Kloster des Franziskanerordens.  Wäre das nicht der Fall, wo würde ich meine Quartier – nach gut 10 tägigen Streifzügen durch Rio de Janeiro und somit etlichen Einsichten – aufschlagen? Ganz klar: In Santa Teresa.

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Wir wohnten dann auch die letzten paar Tage unseres Rio Aufenthaltes dort – in einer Unterkunft, die wir uns kurzfristig in AirBnB rausgesucht haben.

Hintergrundinformationen über Santa Teresa (Santa Tereza), Rio de Janeiro

Das Künstlerviertel Santa Teresa mit seinen vielen Galerien, Bars und Restaurants ist ein zentraler Stadtteil von Rio de Janeiro, der auf einem Hügel liegt. Das Viertel Santa Teresa ist bekannt durch die engen und kurvigen Straße und für seine Straßenbahn, die sogenannte „Bonde“. Sie ist seit 1877 kontinuierlich in Betrieb und damit die älteste Straßenbahnlinie weltweit. In den Hügeln von Santa Teresa lebten einst – bis zu ihrem großen Umzug an die Copacabana –  in prachtvollen Villen die Familien der südamerikanischen Kaffeebarone. In den fünfziger Jahren verfiel das Viertel, bis es von Hippies, Künstlern und Aussteigern entdeckt wurde. Europäer verlieben sich schnell in den morbiden Charme dieses noch sehr ursprünglich gebliebenen Viertels.

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